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Werftenkrise: Russen kaufen Hamburger Traditionswerft Sietas

(Spiegel.Online) Die russische Werft Pella Shipyard übernimmt Deutschlands ältestes Schiffbau-Unternehmen Sietas. Die Russen verpflichteten sich dazu, die Hamburger Werft mindestens acht Jahre lang weiter zu betreiben. 2011 musste Sietas Insolvenz anmelden.

 

Hamburg - Mehr als zwei Jahre lang war die Sietas KG Schiffswerft in Hamburg-Neuenfelde insolvent. Nun hat die russische Werft Pella Shipyard das ältestes Schiffbau-Unternehmen Deutschlands gekauft, wie der Hamburger Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann mitteilte.

 

Die in St. Petersburg ansässige Pella baut unter anderem Schlepper und Versorgungsschiffe und hatte im Januar ein Angebot für Sietas abgegeben. 120 Mitarbeiter sollen laut Brinkmann übernommen werden. Bis Ende 2016 soll die Zahl der Vollzeit-Beschäftigten auf mindestens 400 steigen. "Das unterstreicht das Vertrauen von Pella Shipyard in die Kompetenz der norddeutschen Schiffbauer eindrucksvoll", so Brinkmann.

Seit 2009 schon kämpft die traditionsreiche Sietas ums Überleben. Familieneigner Hinrich Sietas war auf Druck seiner Hausbank HSH Nordbank aus dem Unternehmen gedrängt worden, um den Untergang zu verhindern. Ende 2011 musste Sietas dennoch Insolvenz anmelden.

 

Mindestens acht Jahre müsse Pella die Hamburger Sietas als Schiffswerft weiter betreiben, sagte Brinkmann, dazu haben die Russen sich verpflichtet. Bis Ende 2016 wird Pella Shipyard Investitionen von mindestens 15 Millionen Euro in die Infrastruktur der Sietas-Werft vornehmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart; die Käuferin erbringt diesen aus eigenen Mitteln. Der deutsche Schiffbau genießt in Russland hohes Ansehen. Insbesondere die Verbindungen der Werftindustrie in Mecklenburg-Vorpommern nach Russland sind, geprägt durch die DDR-Zeit, noch immer eng. Auch der chinesische Stahlbaukonzern ZPMC hatte sich zuletzt für Sietas interessiert.

 

Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, arbeiten bei Sietas derzeit noch 100 Menschen an der Endausfertigung des Windpark-Errichterschiffs "Aeolus". Der größere Teil der Belegschaft sei bereits in eine Transfergesellschaft gewechselt. Die "Aeolus" gilt als das modernste Offshore-Errichterschiff der Welt. Sietas hat das Schiff für das niederländische Wasserbau-Unternehmen Van Oord gefertigt. Noch im Februar soll es die Werft verlassen.

 

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