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Im russischen Einzelhandel bleiben die Kunden aus

Marktbereinigung bei Lebensmittelversorgung / Langlebige Konsumgüter werden zu Ladenhütern / Von Ullrich Umann

 

Moskau (gtai) - Russlands Einzelhandel leidet 2014 unter dem schwachen Konsum. Der Privatverbrauch knickt erstmals seit Jahren als Wachstumssäule ein. Steigende Importpreise und das am 6.8.2014 verhängte Importverbot für Lebensmittel aus der EU und den USA bringen betroffene Handelsunternehmen an die Grenzen der Belastbarkeit. Große Lebensmitteldiscounter können mit der Situation noch am besten umgehen. Sie verzeichnen sogar steigende Umsätze. Trübe sieht es im Handel mit langlebigen Verbrauchsgütern aus.

 

Die Umsätze im Einzelhandel stiegen in den ersten acht Monaten 2014 nur noch um 2,3%. Bereits 2013 war die Wachstumsrate auf 2,9% zurückgegangen, während sich die Einzelhändler im Jahr 2011 noch über ein Plus von 7% gefreut hatten.

 

Das Geschäftsklima verschlechterte sich insbesondere im 3. Quartal 2014. Zu dieser Einschätzung gelangten Konjunkturforscher der Moskauer Hochschule für Ökonomie im Ergebnis einer Befragung von 7.000 Einzelhandelsunternehmen aus 78 von insgesamt 85 russischen Regionen. Der daraufhin erstellte Geschäftsklimaindex, der die Geschäftserwartungen im laufenden und im nachfolgenden Quartal sowie die Entwicklung der Lagerstände erfasst, erreichte einen Wert von +4%.

 

Dies war das schlechteste Quartalsergebnis in den zurückliegenden drei Jahren, so die Konjunkturforscher. Ein Wert von +3% gilt allgemein als krisengeprägt und davon sei der Handel nur noch einen Prozentpunkt entfernt. Ausgehend von der aktuellen Wirtschaftslage und der Konjunktur im Einzelhandel erwarten die Experten keinerlei Besserung für das 4. Quartal.

 

Gemäß der Befragung meldete ein Drittel der Einzelhandelsunternehmen im 3. Quartal Gewinneinbrüche. Etwa die Hälfte der Firmen bemängelt eine unbefriedigende Nachfrage nach ihren Handelsgütern. Ursachen seien das geringe Wachstum der Realeinkommen (Januar bis einschließlich August um 0,7%), steigende Kreditzinsen und der Wertverlust des Rubel gegenüber Euro und Dollar.

 

Das führt zum Anstieg der Importpreise, was an den Endverbraucher weitergereicht wird oder auf Kosten der Margen geht. Diese Faktoren behindern massiv Umsatzsteigerungen und das in einem Ausmaß, wie es seit 2008, dem letzten Jahr vor der internationalen Finanzmarktkrise, nicht mehr zu beobachten war.

 

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